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Südkorea hat dasselbe Problem wie Deutschland: Es gibt zu wenige Kinder. Statt auf Elterngeld und Kitaplätze setzt Korea darauf, heiratswillige Frauen aus Vietnam ins Land zu holen – wie die 23 Jahre alte Mai.
weiter lesen: die gekaufte Braut
Samstag, 19. April 2014
Menschenrechts¬beauftragter Strässer zur Freilassung des Menschenrechtsverteidigers Cu Huy Ha Vu
PRESSEMITTEILUNG
Menschenrechtsbeauftragter
Strässer zur Freilassung des Menschenrechtsverteidigers Cu Huy Ha Vu
08.04.2014
Der Beauftragte der
Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe, Christoph
Strässer, erklärte anlässlich der Freilassung des vietnamesischen Rechtsanwalts
Cu Huy Ha Vu (08.04.):
Ich begrüße die Freilassung
des vietnamesischen Menschenrechtsverteidigers und Rechtsanwalts Cu Huy Ha Vu.
Damit verbinde ich gleichzeitig die Hoffnung, dass die vietnamesischen Behörden
weitere Personen entlassen, die wegen der Ausübung ihrer Meinungs- oder
Demonstrationsfreiheit im Gefängnis sitzen. Vietnam hat sich zur Einhaltung von
Menschenrechtsstandards verpflichtet und muss dementsprechend handeln.
Hintergrund:
Am 6. April wurde der
Rechtsanwalt und Menschenrechtsverteidiger Cu Huy Ha Vu aus der Haft entlassen.
Von Hanoi reiste er mit seiner Ehefrau in die USA aus. Vu gilt als einer der
prominentesten Menschenrechtsverteidiger Vietnams. 2010 war er zu einer
siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden, nachdem er dem Premierminister
Amtsmissbrauch vorgeworfen hatte. Außerdem hatte Vu die Einführung eines
Mehrparteiensystems in Vietnam gefordert.
Quelle: Mitteilung des auswärtigen Amtes
Montag, 14. April 2014
Menschenrechtler aus Vietnam nicht vergessen
AKTUELLES
09.04.2014
www.martin-patzelt.de
Menschenrechtler aus
Vietnam nicht vergessen
Trotz
der Haushaltsberatungen tagten weiterhin die Ausschüsse. Ich konnte als
Mitglied des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe ein Gespräch
mit Frau Thi Ngoc Minh Tran aus Vietnam, der Mutter einer inhaftierten
Menschenrechtlerin, initiieren.
Bewegt schilderte Frau Thi Ngoc Minh Tran, wie
es Ihrer Tochter im Gefängnis, 1700 km von ihrer Heimat entfernt, ergeht. Frau
Do Thi Minh Hanh, geboren 1985, engagierte sich bereits seit dem 16. Lebensjahr
für die Opfer sozialer Ungerechtigkeiten in Vietnam, später auf Gewerkschaftsebene.
2010 wurde sie wegen Störung der öffentlichen Ordnung zu 7 Jahren Haft verurteilt.
Die junge Frau ist mittlerweile gesundheitlich sehr angeschlagen. Nach
möglicher Hilfe für die Tochter befragt, nannte die Mutter ihren ausdrücklichen
Wunsch, dass wir uns nachträglich für freie Gewerkschaften in Vietnam einsetzen.
Ausschussmitglieder werden sich für die Verbesserung Ihrer Lage und ihrer
politischen Anliegen nachdrücklich einsetzen.
Michael Brand (2.v.re), CDU/CSU, Vorsitzender des Ausschusses
des Deutschen Bundestages für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, empfing Thi
Ngoc Minh Tran (Mitte) zu einem Gespräch, an dem auch die Bundestagsabgeordneten
Martin Patzelt.
Martin Patzelt, MdB
Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend
Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre
Hilfe
Büro Berlin
Katja Frenkel
Dr. Maria Blömer
Helmut Uwer
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel. 030/227 71440
Fax 030/227 76439
martin.patzelt@bundestag.de
Donnerstag, 10. April 2014
Leading Vietnamese Environmental Defender Freed
Cu Hy Ha Vu and his wife and Mrs. Jennifer Neidhart de Ortiz (an employee of the US Embassy in Vietnam)on his way to Washington DC.
Leading Vietnamese Environmental Defender Freed
EDLC and Boat People SOS are delighted to
announce that Dr. Cu Huy Ha Vu, 56, a lawyer, environmentalist, and
pro-democracy activist, has been released from a Vietnamese prison and arrived
on April 7, 2014 in Washington, D.C. He will serve as a scholar and fellow at
the National Endowment for Democracy. EDLC and its partners have been
working steadfastly for Dr. Vu’s release for the past three and one-half years.
Dr. Vu became nationally known for his
pro-democracy views and for filing a lawsuit challenging construction of a
hotel resort on a protected cultural heritage site, and a lawsuit against Prime
Minister Nguyen Tan Dung for having unlawfully approved a bauxite mining
project in Vietnam's Central Highlands that threatened environmental and health
harms. He enjoyed extraordinarily broad support among diverse sectors of
Vietnamese society, and became a cause célèbre through the power of the
internet. Human Rights Watch issued a lengthy report, "Vietnam: The Party
vs. Legal Activist Cu Huy Ha Vu," describing the unique elements that made
his case Vietnam's most high-profile political trial in decades. Dr. Vu's
family's revolutionary credentials made him one of the most prominent people to
publicly question the rule of the Communist Party of Vietnam.
The trial of Dr. Vu in April 2011 lasted less
than six hours. He was convicted on charges of "propaganda against
the government of the Socialist Republic of Vietnam" according to Article
88 of the Criminal Code and sentenced by Vietnam's Supreme Court to seven years
in prison and an additional three years of probation.
In 2011, EDLC filed legal briefs with both the
trial and appeals courts in Vietnam, and alerted the Working Group on Arbitrary
Detention at the U.N. High Commissioner for Human Rights to the human rights
violations in Dr. Vu’s case. The Working Group soon found Dr. Vu´s
deprivation of liberty to be arbitrary and to violate human rights treaties to
which Vietnam is a party, and urged the government to release him.
EDLC enlisted the support of attorneys at
Wilmer Hale, LLP who, on a pro bono basis, have advocated on behalf of Dr. Vu in
coordination with EDLC, Boat People SOS, Human Rights Watch, and other human
rights organizations.
EDLC is thrilled that Dr. Vu is now free and welcomes
him to the United States.
More information about the case can be found on
the EDLC website.
(MẠCH SỐNG)
(MẠCH SỐNG)
Mittwoch, 9. April 2014
Buchrezension von Vera Lengsfeld
Uwe Siemon-Netto: „Duc,
der Deutsche: Mein Vietnam. Warum die Falschen siegten
„Wer begann
diesen Krieg? Kämpften südvietnamesische Truppen in Nordvietnam? Nein! Überquerten
südvietnamesische Guerilleros den 17. Breitengrad, um im Norden
pro-kommunistischen Dorfschulzen und ihren Angehörigen den Bauch
aufzuschlitzen, den Männern die Zunge herauszureißen, die Geschlechtsteile
abzuschneiden und in den Mund zu stecken, bevor sie Männer, Frauen und Kinder
aufhängten? Nein! Liquidierte die südvietnamesische Regierung ganze Gesellschaftsschichten,
so wie im Norden hunderttausende Grundbesitzer und andere echte oder vermeintliche
Opponenten des Regimes umgebracht wurden? Nein!"
Im Norden
ein mörderischer Einparteienstaat, im Süden ein Land, in dem mitten im Krieg
freie Wahlen abgehalten wurden. Die Sympathien der Demonstranten galten dem
eiskalt tötenden Aggressor, nicht dem Verbündeten der Demokratien.
Die Jugend
der westlichen Welt lief mit Ho-Ho- Ho- Chi- Minh- Rufen und Bildern des
ziegenbärtigen Diktators Sturm gegen die amerikanische Kriegsführung und ihre
südvietnamesischen Verbündeten. Die Massendemonstrationen gegen den
Vietnamkrieg wurden zu tragenden Säule der 68er Bewegung.
Bis heute
dominiert das falsche Geschichtsbild der 68er. Es wird vom
„Befreiungskrieg" gesprochen, den der kommunistische Norden gegen den
amerikahörigen Süden geführt habe.
Uwe
Siemon-Netto geht in seinem ebenso bewegenden wie lehrreichen Buch „Duc, der
Deutsche" der Frage nach, wer in diesem Krieg wen und zu welchem Zweck
„befreite" und wer diese Befreier eigentlich waren. Damit leistet er einen
unschätzbaren Beitrag zur notwendigen Korrektur einer der wirksamsten und
folgenreichsten Geschichtsfälschungen des letzten Jahrhunderts.
Zu
hoffen bleibt nur, dass seine Botschaft endlich in der Öffentlichkeit gehört
wird.
Wie kam es,
dass die militärischen Verlierer am Ende die Sieger waren und Vietnam unter
ihrer kommunistischen Knute vereinigt wurde?
Es war ein
Sieg ihrer Propaganda, den sie mit ihren willigen Helfern im Westen erringen
konnten. Es war der erste Krieg, der nicht militärisch, sondern an der
Medienfront entschieden wurde.
Westliche
Intellektuelle, wie John Kenneth Galbraith, Jean Paul Sartre oder der
westdeutsche Vietcong-Propagandist Erich Wulff, der 1968 nur deshalb nicht der
DKP beitrat, um seine Professur in Hannover nicht zu verlieren, beeinflussten
maßgeblich die öffentliche Meinung, indem sie die kommunistischen Verbrechen
blind ignorierten und die amerikanischen Gräuel, die es natürlich auch gegeben
hat in den Focus rückten, ohne darauf hinzuweisen, dass es sich nicht um ein
amerikanisches Prinzip, sondern um dessen Verletzung handelte.
Es war
richtig, die amerikanischen Kriegsverbrechen anzuprangern, auch wenn sie
zahlenmäßig viel geringer und kein Bestandteil einer Strategie waren. Das
zeichnet demokratische Systeme aus.
Es war fatal, die
systematischen kommunistischen Verbrechen darüber zu vernachlässigen.
Uwe
Siemon-Netto wurde in der Kaiserstadt Hue während der Tet-Offensive 1968 Zeuge,
wie wenig sich linksradikale Ideologen von der Realität umstimmen lassen.
Er war
unterwegs mit einem Reporterkollegen vom Stern, der aus seiner linksradikalen
Gesinnung keinen Hehl machte.
Als der
Militärkonvoi die Stadt erreichte, die vom Vietcong erobert worden war, mussten
die Fahrzeuge häufig halten, weil hunderte Leichen auf den Straßen lagen.
An den
Verletzungen war deutlich zu erkennen, dass es sich um Opfer von
Massenerschießungen aus nächster Nähe handelte, überwiegend Frauen und Kinder,
festlich gekleidet für das vietnamesische Neujahrsfest. Der Stern-Mann wollte
lieber seinen Augen nicht trauen, als seine Überzeugung, es könne sich nur um
Opfer amerikanischer Luftangriffe handeln, aufgeben.
Wie sich
bald darauf herausstellte, waren die Erschossenen noch glücklich dran gewesen.
Viele Menschen waren lebendig begraben worden. Siemon-Netto sah am Rande eines
Massengrabes frisch manikürte Finger aus dem Boden ragen.
Der
Vorzeigelinke Noam Chomsky begründete seinen Weltruhm damit, dass er die
kommunistischen Verbrechen von Hue leugnete. Er gilt bis heute als
renommierter Vietnamkriegskritiker.
Aber auch das
amerikanische Pressekorps trug zur Geschichtsfälschung bei. Auf seinen
täglichen Pressekonferenzen war nur von „Zwischenfällen" der letzten 24
Stunden die Rede, ohne Details. Die grausamen Schicksale der südvietnamesischen
Zivilisten reduzierten sich zur reinen Zahl.
Linke Journalisten
wollten es nicht genau wissen. Siemon-Netto zitiert einen Kollegen, der beim
„Stern" als „Mehlwurm" bekannt war: „Aus der Ferne lassen sich solche
Vorgänge viel klüger bewerten."
Selbst die von den
68ern geschmähte Springerpresse übte sich in Selbstzensur. Als Siemon-Netto in
einer Reportage Vorfälle schilderte, die belegten, dass manche spektakuläre
Selbstverbrennung von buddhistischen Mönchen nicht freiwillig, sondern eine
grausame Inszenierung der Vietcong war, wurde sie nicht gedruckt.
Ein bitteres Kapitel
ist die Beteiligung der DDR am Krieg. Während die Bundesrepublik nur humanitäre
Hilde leistete, bildete die DDR Soldaten und Geheimdienstleute aus.
Vor allem lieferte sie
Waffen. Unter anderem die berüchtigten Tellerminen, die noch in den 80er Jahren
an der innerdeutschen Grenze eingesetzt wurden und die den Menschen die Beine
abrissen. In Vietnam vor allem Zivilisten, die sich minensichere Stiefel nicht
leisten konnten.
Nach Kriegsende hatte
sich die DDR übrigens vietnamesische „Vertragsarbeiter" ins Land geholt,
die diese „brüderliche Hilfe" zurückzuzahlen hatten, indem sie einen Teil
ihres Lohnes an den Arbeiter- und Bauernstaat abgeben mussten.
Der ehemalige General
Vo Nguyen Gap, verantwortlich für die terroristische Kriegsführung gegen die
Zivilbevölkerung, sorgte dann als Chef für „Bevölkerungs- und
Familienplanung" dafür, dass sich schwangere Vietnamesinnen in der DDR
Zwangsabtreibungen unterziehen mussten.
Als der Verantwortliche
für den Tod von Hunderttausenden, vorwiegend jungen Menschen, im Alter von 102
Jahren starb, bekam er von westlichen Journalisten, die ihre eigenen Soldaten
als „Babykiller" schmähten, milde Nachrufe.
Damit sind wir bei der
abschließenden Frage, ob der Westen wenigstens etwas aus diesen Fehlern gelernt
hat.
Die
Politiker anscheinend nicht, denn sie haben ähnliche Fehler im Irak und in
Afghanistan wiederholt.
Die
demokratischen Politiker haben bisher aus Vietnam keine Lehren gezogen, wie man
angemessen mit totalitären Systemen umgeht. Das wird sich in der kommenden
Auseinandersetzung mit dem Islamismus rächen.
Deshalb sollte Siemon-Nettos Buch zur
Pflichtlektüre für
alle Politiker werden.
Montag, 7. April 2014
Polit-Blogger in Vietnam zu 15 Monaten Haft verurteilt
Vietnamesisches Gericht verurteilt Blogger zu
Haftstrafe
Der
vietnamesische Blogger Pham Viet Dao soll
für 15 Monate ins Gefängnis. Ihm wird
vorgeworfen, "demokratische Freiheiten
missbraucht" zu haben.
Menschenrechtler setzen
sich für seine Freilassung ein.
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