Dienstag, 12. März 2013
Pressemitteilung des Aktionsnetzwerks „Save Vietnam´s Nature“
Pressemitteilung des Aktionsnetzwerks
„Save Vietnam´s Nature“
GEDENKEN AN FUKUSHIMA
Auf
Einladung der SAYONARA GENPATSU Düsseldorf, einer japanischen
Anti-Atom-Bewegung, nahm das Aktionsnetzwerk „Save Vietnam´s Nature“ am
FUKUSHIMA DAY am 09.03.2013 in Düsseldorf teil.
Am
11.03.2013 jährt sich zum zweiten Mal die Katastrophe von Fukushima. Anlässlich
dieses Jahrestages hat SAYONARA GENPATSU den FUKUSHIMA DAY veranstaltet. Die
Trauer um die Opfer der Katastrophe sowie der Protest gegen die weltweite
Nutzung der Atomenergie standen im Mittelpunkt des Gedenktages.
In
der Ansprache an die japanischen FreundeInnen hat SAVE VIETNAM´S NATURE die
tiefe Sympathie und die volle Solidarität mit SAYONARA GENPATSU bekundet.
Gleichzeitig hat SAVE VIETNAM´S NATURE auf den Export von japanischen
Atomreaktoren nach Vietnam hingewiesen. Diesem Milliardengeschäft der
Atomindustrie, verbunden mit einer möglichen Katastrophe für Mensch und Natur
in Vietnam muss Einhalt geboten werden.
Nachfolgend
die Ansprache von SAVE VIETNAM´S NATURE am Fukushima day 09.03.2013
Liebe japanische
FreundeInnen der Sayonara Genpatsu Düsseldorf,
für die Einladung zum
Fukushima-Tag in Düsseldorf bedanken wir uns bei Ihnen ganz herzlich. Im Namen
der vietnamesischen Anti-Atombewegung „ Save Vietnam´s Nature“möchte ich Ihnen
heute unsere herzlichen Grüße überbringen. Mit unserer Teilnahme an Ihrer
Veranstaltung wollen wir unsere tiefe Sympathie und volle Solidarität mit
Sayonara Genpatsu bekunden.
Sie haben völlig
Recht mit Ihrer Forderung „AKW-STOP SOFORT!!“. Japan kann nicht noch weitere 28
Jahre in Angst leben, in Angst um ein weiteres Fukushima. Ihre Forderung
atomfrei zu leben verdient höchste Unterstützung.
Die Atomlobby in
Japan will nicht nur den Ausstieg hinauszögern, sie will auch die Atomreaktoren
exportieren, u.a auch nach Vietnam und damit in der Folge des Unheils mit
diesem unheiligen Geschäft noch Geld verdienen. Das haben die Regierungen von
Japan und Vietnam bereits beschlossen. Während andere Länder aus dem
Atomgeschäft aussteigen, will unsere Heimat mit Hilfe Japans einsteigen. Wir
haben dagegen protestiert und werden weiter dagegen protestieren. Eine
Katastrophe darf nicht exportiert werden. Japan hat durch Fukushima furchtbar
gelitten. Japan darf das Leiden nicht nach Vietnam bringen.
Während Sie, liebe
FreundeInnen „AKW-STOP SOFORT!!“
fordern, fordern wir „Keine Atomkraft
für Vietnam“. Wir wollen damit Mensch und Natur vor unbeherrschbaren
Risiken der Atomenergie schützen. Der Schutz der
Natur und der Bevölkerung vor atomaren Katastrophen ist global. Er kennt keine Ländergrenze. Denn wir haben nur
eine Welt, in der wir leben und diese Welt müssen wir alle schützen, für uns
und für die nächsten Generationen.
Fukushima
darf nicht noch einmal passieren, nicht in Japan, nirgendwo auf dieser Welt.
Mit Ihnen
fordern wir „AKW-STOP SOFORT!!““. Wir sind sicher dass auch Sie unsere Forderung: „Keine
Atomkraft für Vietnam“ unterstützen.
Dr. Hong-An Duong
„SAVE VIETNAM´S NATURE“
Germany
Montag, 11. März 2013
Japan gedenkt der Opfer von Erdbeben und Tsunami
Japan gedenkt der Opfer von Erdbeben und Tsunami
Fukushima-Überlebende reichen Sammelklage ein

bitte hier klicken
Freitag, 8. März 2013
reporters sans frontiere
Vietnamesischer Blogger
erhält Preis für Kampf um Meinungsfreiheit
07.03.2013 (Ostthüringer Zeitung)
- Der vietnamesische Blogger Huynh Ngoc Chenh ist für seinen Einsatz für
die Meinungsfreiheit von der Organisation Reporter ohne Grenzen und dem
US-Internetkonzern Google ausgezeichnet worden. Er wurde in einer
Online-Abstimmung zum "Internet-Bürger 2013" gewählt, wie Reporter
ohne Grenzen und Google am Donnerstag mitteilten. Huynh Ngoc Chenh sei einer
der einflussreichsten Blogger Vietnams. Seine Internetseite habe täglich etwa
15.000 Leser, werde aber in seinem Heimatland blockiert. Nur über technische Umwege
sei es anderen Vietnamesen möglich, seine Einträge zu verfolgen.
Reporter ohne Grenzen stuft
das kommunistische Vietnam als "Feind des Internets" ein und stellte
das Land in der jährlichen Rangliste zur Pressefreiheit zuletzt auf Platz 172
von 179. "In diesem Land sind die Akteure von Informationen im Internet
mit einer immer stärkeren Unterdrückung konfrontiert", sagte Lucie
Morillon von Reporter ohne Grenzen der Nachrichtenagentur AFP.
Huynh Ngoc Chenh erklärte,
der Preis bedeute ihm sehr viel. Die Auszeichnung sei "eine neue Quelle
der Inspiration" und gebe den unabhängigen Bloggern und Journalisten des
Landes Hoffnung und Bestätigung.
Der mit 2500 Euro dotierte
Preis soll am kommenden Dienstag übergeben werden. Erstmals seit der Auslobung
im Jahr 2008 hatte diesmal nicht eine Jury, sondern die Internetgemeinde den
Preisträger bestimmt. Den Angaben von Reporter ohne Grenzen und Google zufolge
beteiligten sich mehr als 40.000 Menschen an der Abstimmung. Neun Nominierte
standen zur Auswahl.
Montag, 4. März 2013
Erklärung der freien Bürger
Erklärung
der freien Bürger
Anmerkung: Artikel Nr. 4 der vietnamesischen Verfassung lässt keine politische Parteien (ausgenommen der KP) oder Bürgerbewegungen zu. Vietnam ist "Eine-Partei-Diktatur"

Wir,
die Unterzeichner, appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, sich unserem
Aufruf anzuschließen
2. Wir unterstützen ein pluralistisches Mehrparteiensystem und alle politische Parteien, die im fairen Wettbewerb für die Entwicklung der Freiheit und des Friedens sowie zum Wohl des Volkes arbeiten. Keine Partei hat das Recht, die Nation zu kontrollieren und zu tyrannisieren.
3. Wir unterstützen nicht nur ein demokratisches System, in dem die
Unabhängigkeit der Exekutive, der Legislative und der Judikative gewahrt wird,
sondern auch eine Regierung, die ihre Macht dezentralisiert, in dem sie die
Behörden auf der lokalen Ebene stärkt
und die vom Staat geförderten Konsortien sowie alle Staatsbetriebe, die das
Staatsbudget missbrauchen, Korruption fördern, das Vertrauen des Volkes
zerstören und die Einheit der Nation vernichten, abschafft
4. Wir unterstützen ein Militär, das unparteiisch und ohne Parteizugehörigkeit
ist. Das Militär soll das Volk und das Land schützen, die nationale
Souveränität verteidigen und keiner Partei dienen
5. Wir nehmen uns das Recht, das Obengenannte zu deklarieren und zu
sagen, dass alle vietnamesischen Mitbürger das gleiche Recht haben.
Wir reichen uns die Hände und verwandeln
diese Deklaration der freien Bürgerinnen und Bürger in ein untrennbares Band,
das Millionen von vietnamesischen Herzen verbindet.
Erheben wir unsere Stimmen in dem wir unsere
Namen in der folgenden mail eintragen
(Bản Đức ngữ do: „Forum Vietnam 21“ chuyển dịch)
Deutsche Übersetzung aus dem Vietnamesischen von "Forum Vietnam 21"
Freitag, 1. März 2013
Angriff auf ARD-Team in China
Interview zum Übergriff auf das ARD-Team in China
"Auch für
chinesische Verhältnisse extrem"
Bei Dreharbeiten in der
Provinz sind die Leiterin des ARD-Studios Peking, Christine Adelhardt, und ihr
Team von Schlägern brutal angegriffen worden - zum zweiten Mal in sechs
Monaten. Im Interview mit tagesschau.deberichtet
Adelhardt über den Vorfall und erklärt, warum sich derartige Übergriffe häufen.
Tagesschau.de: Wie
kam es zu dem Angriff auf Sie und Ihr Team?
Christine
Adelhardt: Wir waren in einem Dorf in der Provinz Hebei für einen Beitrag
zum Thema Urbanisierung unterwegs - etwa eine Autostunde von Peking entfernt.
Dabei hatten wir gleich das Gefühl, dass wir beobachtet werden. Dann sind uns
zwei Autos aufgefallen, deren Fahrer miteinander gesprochen haben. Wir haben
daraufhin die Dreharbeiten vorsichtshalber abgebrochen. Beim Wegfahren
verfolgten uns die beiden Autos. Plötzlich wurden wir von vier, fünf Autos
bedrängt und so von der Straße abgedrängt, dass wir anhalten mussten.
Die Verfolger stiegen aus, und zwei von
ihnen schlugen mit hölzernen Baseballschlägern auf unseren Wagen ein. Andere
versuchten in unser Auto einzudringen. In dieser Situation hatten wir wirklich
Angst um unser Leben. Wir haben es dennoch geschafft, wegzufahren und konnten
Verkehrspolizisten um Hilfe bitten.
Zur Person

Christine Adelhardt ist ARD-
Fernsehkorrespondentin in Peking. Sie berichtete für die ARD unter anderem aus
dem Kosovo, Bosnien, Albanien und Pakistan. Nach Stationen bei der NDR-Sendung
"Panorama" und im Studio Washington übernahm sie als Studioleiterin
das Büro in Peking.
tagesschau.de: Es ist nicht der erste Übergriff auf Ihr
Team. Haben Sie das Gefühl, dass Sie in Ihrer journalistischen Arbeit
systematisch behindert werden?
Christine
Adelhardt: Ich
halte den Vorfall für extrem und auch für chinesische Verhältnisse
ungewöhnlich. Schwierigkeiten gibt es immer wieder. Gerade für Fernsehteams.
Und besonders, je weiter man sich von der Zentralregierung in Peking entfernt.
Die Probleme für ausländische Reporter in China insgesamt haben in der letzten
Zeit zugenommen. Auch andere Kollegen berichten von Übergriffen. Das liegt vor
allem daran, dass wir als Journalisten häufig Zeugen für Machenschaften von
lokalen Kadern sind - deshalb sind wir bei den Lokalregierungen nicht besonders
beliebt.

Christine
Adelhardt: Ja,
ich denke schon. Zum einen gibt es auf dem Land eine weit verbreitete
Korruption - die hat es schon immer gegeben. Gleichzeitig hat die Regierung in
Peking aber dieser Korruption den Kampf angesagt. Der Druck auf lokale
Funktionäre ist extrem hoch und damit offensichtlich auch deren
Aggressionspotenzial.
tagesschau.de: Die Aktionen gegen ausländische
Journalisten sind also nicht zentral aus Peking gesteuert?
Christine
Adelhardt: Nein,
auf keinen Fall. Es ist auch wichtig, das zu betonen: Solche Vorfälle schädigen
das Ansehen Chinas und das ist nun wirklich nicht im Interesse der Regierung.
tagesschau.de: Als Leiterin des ARD-Studios Peking
tragen Sie ja auch Verantwortung für Ihre deutschen und chinesischen
Mitarbeiter. Welche Konsequenzen ziehen Sie aus dem erneuten Übergriff auf Ihr
Team?

German TV crew attacked in China
Beijing - A
television crew from Germany's ARD was attacked in China by thugs who tried to
force their car off the road and smashed the windscreen, the lead reporter said
on Friday.
ARD was filming for a report on urbanisation in Da Yan Ge Zhuang village near Sanhe city in the northern province of Hebei when the crew was attacked on Wednesday, ARD correspondent Christine Adelhardt told dpa.
"After taking outside shots of old and new houses in the village, the team was followed by cars," said Adelhardt, who was accompanied by two German colleagues and two Chinese colleagues.
"Four to five cars chased the car of ARD," she said. "They tried to cause an accident."
After the pursuing cars forced the ARD vehicle to stop, several men surrounded the vehicle and tried to open the doors, Adelhardt said.
"They hammered against the windows, first just with their fists," she said.
"We managed to escape, [but] during the chase they intentionally crashed into our car," Adelhardt said.
Baseball bats
"They stopped us again and used baseball bats to smash the front window," she said.
The ARD crew drove off again, with the cars in pursuit, before stopping to ask traffic police for help.
"Again the attackers started smashing the car with their baseball bats," Adelhardt said. "More police showed up and stopped the attackers."
The police took the ARD team to the Sanhe city police station, where they were forced to stay for 16 hours as the police investigated.
The Beijing-based Foreign Correspondents' Club of China said it was "appalled" by the "brutal assault on a German TV crew by thugs apparently linked to local authorities".
ARD was filming for a report on urbanisation in Da Yan Ge Zhuang village near Sanhe city in the northern province of Hebei when the crew was attacked on Wednesday, ARD correspondent Christine Adelhardt told dpa.
"After taking outside shots of old and new houses in the village, the team was followed by cars," said Adelhardt, who was accompanied by two German colleagues and two Chinese colleagues.
"Four to five cars chased the car of ARD," she said. "They tried to cause an accident."
After the pursuing cars forced the ARD vehicle to stop, several men surrounded the vehicle and tried to open the doors, Adelhardt said.
"They hammered against the windows, first just with their fists," she said.
"We managed to escape, [but] during the chase they intentionally crashed into our car," Adelhardt said.
Baseball bats
"They stopped us again and used baseball bats to smash the front window," she said.
The ARD crew drove off again, with the cars in pursuit, before stopping to ask traffic police for help.
"Again the attackers started smashing the car with their baseball bats," Adelhardt said. "More police showed up and stopped the attackers."
The police took the ARD team to the Sanhe city police station, where they were forced to stay for 16 hours as the police investigated.
The Beijing-based Foreign Correspondents' Club of China said it was "appalled" by the "brutal assault on a German TV crew by thugs apparently linked to local authorities".
Attempted Homicide of German TV Crew in China
Created: 2013-03-01 12:09 EST
Category: China

German television ARD crews were attacked during
a report in China’s Hebei province on Wednesday.
A smashed windshield and dented side doors. This
is the van belonging to a crew of German television ARD. They were attacked on
Wednesday (February 27) in northern China when they tried to do a report about
urbanization in Hebei province.
On Friday, China’s Foreign Ministry spokeswoman,
Hua Chunying, said authorities were looking into it.
The Foreign Correspondents' Club of China, or
FCCC, have condemdned the attack. They said ARD’s crew was reporting in a
village and as they drove away, four cars chased them. Their attackers forced
them off the road. Two men with baseball bats smashed their windshield. The
German crew got away and found two motorbike police, but the pursuers continued
to attack the car even in the presences of police.
ARD correspondent Christine Adelhardt said they
tried to file attempted homicide charges against their assailants. Police
claimed the charges had already been filed.
A local witness later told the German crew that
one of the cars pursuing them belonged to the villages Communist Party
secretary.
Hua Chunying said during Friday’s press briefing
that foreign reporters had to obey Chinese laws whilst reporting there.
The ARD was told by police that they should’ve
asked for permission to film in the village, because locals were, quote,
“offended” by their presence.
Under Chinese law, foreign reporters do not have
to ask for permission to film in public places.
Source: click here
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